(v.l.) Landesvorsitzender Sebastian Friesinger, Markus Erhorn (Dachau), Landesjugendbeauftragter Thomas Mittermeier, Stephan Schlier (Rosenheim), Kreisvorsitzender Hubert Dorn, Niklas Hilber (Weilheim-Schongau), Thomas Pfeffer (Deggendorf)

Auftaktsitzung der Kreisjugendbeauftragten in München

Das Ehrenamt in Bayern ist stark. Dennoch sehen viele Vereine der Zukunft und der Fortführung ihrer Aufgaben, ihres Engagements und ihrer Zwecke sorgenvoll entgegen. Was bereits in vielen Vereinen fehlt oder zu fehlen beginnt ist eine aktive Vereinsjugend, die in der Gemeinschaft der Mitglieder die gewachsenen Strukturen und Ideen bewahrt, diese positiv nach außen trägt und mit eigenen Akzenten den Vereinen eine Zukunft ermöglicht.

Die Gründe für das Ausbleiben dieses wertvollen und auch überlebenswichtigen Einsatzes sind mannigfaltig. Diese Entwicklung ist dabei keinesfalls Einzelfällen oder Vereinen mit bestimmten Vereinszwecken vorbehalten. Ein jeder, der diese sehr bekannten Sätze hier gelesen hat wird nun wohl unweigerlich an einige Vereine aus dem persönlichen Umfeld denken, die vor derselben Herausforderung stehen.

Vor drei Jahren berief der damalige Landesvorsitzende Adolf Dinglreiter eine Arbeitsgruppe, die sich mit dem Thema der Verjüngung beschäftigen sollte. Schnell wurde deutlich, dass die Fragen zahlreicher waren als die Antworten und die Arbeit an der Gewinnung jüngerer Bayernbund-Mitglieder eher ein langer Prozess werden würde, als eine kurzfristige Hauruck-Aktion. Der Landesvorstand beschloss daraufhin im vergangenen Jahr den Deggendorfer Kreisvorsitzenden des Bayernbundes, Thomas Mittermeier (25), der Landesversammlung als kommissarischen Landesjugendbeauftragten vorzuschlagen, damit der Bayernbund als Gesamtheit einen Ansprechpartner hat und die Arbeit an der Bayernbund-Jugend zentral in den Gremien des Landesvorstandes geführt und koordiniert werden kann.

Am 19. Mai trafen sich nach den Anfangsmonaten von Thomas Mittermeier als Landesbeauftragten die kommissarischen Kreisjugendbeauftragten aus Rosenheim, München, Dachau, Weilheim-Schongau, Deggendorf und Franken in München mit Landesvorsitzenden Sebastian Friesinger, Kreisvorsitzenden Hubert Dorn und Stadtrat Otto Seidl zu einer ersten gemeinsamen Sitzung.

Seit der Landesversammlung trat Mittermeier nach und nach mit den einzelnen Kreisverbänden in Kontakt. Das um sich einerseits selbst und den neuen Aufgabenbereich vorzustellen, andererseits um mit den Kreisvorständen, der Lage in den Verbänden und das gemeinsame Vorgehen zu sprechen. Die Besuche sind dabei noch nicht abgeschlossen. Die erste Zeit sei davon geprägt gewesen, Ansprechpartner für die Verbände und die weitere Arbeit zu gewinnen. Die Lage der Herausforderungen insgesamt ist in den einzelnen Verbänden äußerst unterschiedlich gelagert, findet aber in der Feststellung, dass nicht allein die ganz junge Generation von 18 bis 35 Jahren, sondern auch von die Generation von 35 bis 55 Jahren zahlenmäßig schwierig sei einen gemeinsamen Nenner.

Thomas Mittermeier betonte in der Auftaktsitzung in München, dass die Verjüngung des Bayernbundes ein nachhaltiger, gemeinsamer Prozess sein soll. Am Ende der ersten Amtszeit soll nicht eine Zahl an Neumitgliedern stehen, die dann schlussendlich nur im Mitgliederverzeichnis stehen. Ziel muss es sein, durch unterschiedliche Maßnahmen jüngere Mitglieder unterschiedlicher Altersschichten in die Verbände hineinwachsen zu lassen. Um das zu erreichen werden sich die Beauftragten in das neue Medienkonzept des Landesverbands zur Homepage, sozialen Netzwerken wie Instragram und Facebook und zur Weiß-Blauen Rundschau intensiv einbringen. In diesem Bereich soll multimedial die inhaltliche, programmatische Seite des Bayernbunds einer Generation näher gebracht werden, die ihre Information hauptsächlich diesen Kanälen entnimmt. Eine zweite Herangehensweise wird die Veranstaltungsreihe „Zukunft braucht Herkunft“ von Thomas Mittermeier in Zusammenarbeit mit den Kreisbeauftragten und Kreisvorständen sein. Dies in enger Verquickung und Bewerbung in den sozialen Netzwerken. Eine dritte Herangehensweise wird in der ersten Zeit das persönliche Ansprechen sein sowie die Gewinnung von Multiplikatoren. Die Beauftragten waren sich einig, dass die inhaltliche Seite des Bayernbundes, die Aufgabe und das Tun in den Vordergrund und das Blickfeld der zu gewinnenden Leute gerückt werden müsse.

Dies ist nur der Anfang eines langen Wegs, so Mittermeier zum Abschluss. Er bedankte sich bei der umsichtigen und produktiven Arbeit der kommissarischen Jugendbeauftragten, sowie bei Sebastian Friesinger für die vertrauensvolle Unterstützung.

(Thomas Mittermeier)