2018 jährt sich die Revolution in Bayern zum hundertsten Mal. Aus diesem Anlass lud der Bayernbund-Kreisverband Weilheim-Schongau/Garmisch-Partenkirchen am 8.März seine Mitglieder zu einer geschlossenen Veranstaltung ins Schongauer Ballenhaus.

Kreisvorsitzender Ludwig Bertl konnte rund 90 Gäste begrüßen, darunter Landrätin Andrea Jochner-Weiß, Bezirksrätin Alexandra Bertl sowie mehrere Geistliche, Bürgermeister und Ehrenringträger des Bayernbundes.

Prinz Luitpold von Bayern hielt eingangs ein Impulsreferat, das die Sicht des damaligen bayerischen Herrscherhauses zu den Geschehnissen im Jahr 1918 zum Gegenstand hatte. Er betonte dabei, dass Demokratie nicht von vorneherein Republik bedeutet und nannte als Beispiel Großbritannien. Insbesondere wies er auf die Vorteile eines völlig parteiunabhängigen Staatsoberhauptes hin. Dies hat sich bewährt und in Spanien bei der Militärrevolte 1981 durch die Haltung von König Juan Carlos die Demokratie gerettet.

Die Revolution von 1918 war auch eine Folge der Kriegsmüdigkeit des bayerischen Volkes. Der Erfolg Eisners und seiner Helfer wäre unmöglich gewesen, wenn in München die regulären bayerischen Truppen, die anfangs November 1918 nach Tirol zur Sicherung des Brenners abkommandiert waren, zur Verfügung gestanden hätten.

Im Übrigen wies Prinz Luitpold von Bayern darauf hin, dass es noch nie eine Volksabstimmung über die Staatsform Bayerns gegeben habe.

Die anschließende Diskussion unter der Leitung von Luitpold Braun vertiefte die Ausführungen des Prinzen in entscheidenden, die Besucher interessierenden Punkten.

(Fritz Lutzenberger)

Dem Abschlussfoto stellen sich (v.l.): Kreisvorsitzender Ludwig Bertl, Bezirksrätin Alexandra Bertl, Landrätin Andrea Jochen-Weiß, S.K.H. Prinz Luitpold von Bayern und Altlandrat Luitpold Braun.