: v. l. 1. Bgm. Georg Huber, Samerberg, Stv. Landrätin Andrea Rosner, Lkr. Rosenheim, 1. Bgm. Peter Solnar, Aschau i.Chiemgau, 1. Bgm. Anton Wallner, Bad Feilnbach, Staatsministerin Michaela Kaniber, Susanne Mühlbacher-Kreuzer, Projektentwicklerin, Projektentwicklerin Christiane Voggenauer mit Tochter Marie-Elisabeth, 1. Bgm. Christian Praxl, Rohrdorf, 1. Bgm. Marianne Steindlmüller, Frasdorf, 1. Bgm. Felix Schwaller, Bad Aibling, Peter Selz, Leiter ALE Oberbayern, Landtagsabgeordneter Otto Lederer Foto: Seyfarth

Die 15 neuen Öko-Modellregionen in Bayern können an die Arbeit gehen: Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat den Siegern der dritten Wettbewerbsrunde ihre Urkunden überreicht. „Damit können Sie gleich loslegen, Ihre überzeugenden Konzepte in die Tat umzusetzen und damit zu einer der bayerischen Vorbildregionen in Sachen Öko-Landbau werden“, sagte die Ministerin beim Festakt im Münchner Ministerium. Insgesamt gibt es nun bayernweit 27 staatlich anerkannte Öko-Modellregionen, die aus 520 Kommunen bestehen und fast 30 Prozent der Landesfläche abdecken. Sie hatten sich in einem Wettbewerb durchgesetzt und die Jury mit ihren Konzepten überzeugt, wie sie der Produktion und dem Absatz heimischer Lebensmittel in der Region zukunftsweisende Impulse verleihen wollen.

Die Öko-Modellregionen sind ein wichtiger Bestandteil des Landesprogramms „BioRegio 2020“, mit dem der Öko-Landbau in Bayern deutlich vorangebracht werden soll. Zudem trägt die Ausweitung um 15 neue Regionen dem besonderen Anliegen der Artenvielfalt und damit auch des Volksbegehrens Rechnung. Die lokalen Bündnisse werden in den kommenden zwei Jahren über die Ämter für Ländliche Entwicklung bei der Umsetzung ihrer vielfältigen Projekte unterstützt und gefördert. 75 Prozent der Kosten für die Stelle des Projektleiters vor Ort werden vom Freistaat übernommen, maximal bis zu 75.000 Euro im Jahr. Die Förderung läuft zwei Jahre und kann um weitere drei Jahre verlängert werden. Das Gesamtfördervolumen beträgt knapp 1,5 Millionen Euro pro Jahr.

Was ist eine “Staatlich anerkannte Öko-Modellregion”?

In staatlich anerkannten Öko-Modellregionen arbeiten Kommunen, Landwirte, Verarbeiter und Verbraucher zusammen, um den ökologischen Landbau in der Region voranzubringen.

Folgende Themenbereiche konnten belegt werden:

  • Landwirtschaftliche Erzeugung (einschl. Gartenbau, Imkerei und Teichwirtschaft)
  • Verarbeitung unter Berücksichtigung des Ernährungshandwerks
  • Vermarktung, Gastronomie, Hotellerie, Gemeinschaftsverpflegung
  • Diversifizierung (Agrotourismus, Direktvermarktung, Pädagogische Angebote usw.)
  • Information und Bewusstseinsbildung

Die Projekte sollten hierbei so konzipiert sein, dass sich Verknüpfungspunkte mit Themen einer nachhaltigen Regionalentwicklung ergeben:

  • Biodiversität und Landschaftspflege
  • Regionale Versorgung/Nahversorgung/Erhalt von intakten Ortskernen
  • Nachhaltiger Tourismus und Naherholung
  • Soziale Landwirtschaft
  • Solidarische Landwirtschaft
  • Regionale Wertschöpfung, regionales Handwerk

Die Öko-Modellregionen in Bayern

Seit 2014 hat das Landwirtschaftsministerium zwölf Gemeindebündnissen den Titel “Öko-Modellregion” verliehen. Ausführliche Informationen zu diesen Öko-Modellregionen gibt es unter www.oekomodellregionen.bayern.