Kurz vor Weihnachten vergangenen Jahres hat mich und meine Frau Corona persönlich erwischt. Wir beide hatten zum Glück einen milden Krankheitsverlauf und konnten durch Unterstützung von Familie und Freunden die Quarantäne über die gesamten 14 Tage gut überstehen. Die persönliche Betroffenheit hat meine Meinung zur Pandemie noch verstärkt.

Auch wenn ich nicht mit allen Maßnahmen der Staatsregierung einverstanden bin, ist es sehr wichtig, vor allem die Risikogruppen zu schützen. Lediglich wird nur durch die Verimpfung die Pandemie eingedämmt und besiegt werden können. Hierbei gilt es aber auch vor allem, neben der Sicherstellung von Impfstoff-Dosen, die Impfbereitschaft der Bevölkerung durch Aufklärung zu stärken. Ich lasse mich definitiv impfen und hoffe, dass viele Weitere mitziehen!

Als kulturpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Landtag sind es für mich vor allem die soloselbstständigen Künstler*innen die mit am härtesten von der Coronakrise getroffen wurden. Die Lage für viele Kunst- und Kulturschaffende in Bayern ist dramatisch, viele befinden sich in existenzieller Not. Seit Beginn der Corona-Krise habe ich die Bayerische Staatsregierung schon mehrfach aufgefordert, nicht nur von der Rettung der bayerischen Kultur zu sprechen, sondern auch zu handeln.

Die Corona-Krise hat in vielen Bereichen aufgezeigt, dass dringend Handlungsbedarf besteht. An oberster Stelle steht für mich hierbei die fehlende Digitalisierung in Bildungseinrichtungen. Hier hat man die Entwicklungen verschlafen und den Preis dafür zahlen nun Schüler*innen und Eltern. Es steht außer Frage, dass in der aktuellen Infektionslage eine Rückkehr zum Präsenzunterricht nicht möglich ist und gleichzeitig versagen die digitalen Lernplattformen. Für mich ist es enorm wichtig, aus der Krise zu lernen. Wir müssen vorbeugend handeln und nicht nur reagieren, wenn es wieder einmal zu spät ist.

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Dr. Wolfgang Heubisch MdL (FDP) Am 5. November 2018 von der Mehrheit der Abgeordneten zum 6. Vizepräsidenten des Bayerischen Landtags gewählt.