Die derzeitig geltenden Regelungen der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmen-verordnung (1-5) behindern die Vereine bei der Erfüllung ihrer satzungsgemäßen Aufgaben in hohem Maße. Die mehrfachen Lockerungen der Coronabeschränkungen der vergangenen Wochen haben an den Problemen der Vereine leider nichts geändert.

Die Bürgerallianz Bayern ist ein Zusammenschluss von 24 Traditionsverbänden mit zusammen über 2,2 Millionen Mitgliedern. Sie vertritt die Interessen der Mitgliedsverbände gegenüber Politik und Verwaltung.

Derzeit wird die Bürgerallianz kommissarisch von Sebastian Friesinger (Landesvorsitzender des Bayernbundes) als Sprecher sowie Max Bertl (1. Landesvorsitzender des Bayerischen Trachtenverbandes) und Prof. Dr. Ing. Albert Göttle (Präsident des Bayerischen Landesfischereiverbandes) geführt.

In den vergangenen Wochen hat sich die Bürgerallianz Bayern deshalb bereits mehrfach an die Staatskanzlei sowie an Vertreter der Politik gewandt und auf Erleichterungen bei den Beschränkungen für Vereine gedrängt. Nun scheint sich etwas zu bewegen.

Aufgrund der schwierigen und äußerst komplexen Abwägungen der Staatsregierung bei Entscheidungen über Lockerungen bat Staatsminister Dr. Florian Herrmann um Verständnis für die aufgetretenen Verzögerungen. Er betonte, dass unsere Anliegen bei ihm auf fruchtbaren Boden gestoßen seien, er verwies jedoch auch auf die strikte Vorgabe der Staatsregierung, den Lockdown nur schrittweise zu öffnen. Dies zwinge das Kabinett immer wieder, Kompromisse zu suchen und jede Lockerung vorsichtig abzuwägen.

So sind auch die nach wie vor erheblichen Beschränkungen für die Vereine zu verstehen. Dennoch wurde teilweise deren Anliegen bereits entsprochen, z.B. beim Training der Schützen, im Reitsport, bei der Ausbildung in Jagd- und Fischerei, bei Naturführungen und ab nächster Woche bei der Blasmusik.

Wie der kommissarische Sprecher der Bürgerallianz Bayern, Sebastian Friesinger, mitteilt, sollen weitere Anliegen, insbesondere die Forderung, wieder Vorstandssitzungen und kleinere Mitgliederversammlungen durchführen zu dürfen, nun in den weiteren Sitzungen des Ministerrates behandelt werden.